Lieber Katzenhalter,
wenn Ihre Katze mittleren Alters ist oder sogar schon zu den Senioren zählt,
so erwarten Sie vermutlich, dass das Katzenleben allmählich in ruhigeren
Bahnen verläuft. Umso erstaunlicher ist es, wenn Ihre Mieze stattdessen
zunehmend unruhig, fast schon hyperaktiv wird und Ihnen dabei auch noch die
Haare vom Kopf frisst. Sollte sie tatsächlich riesige Futtermengen mit großem
Appetit verdrücken, dabei aber immer dünner werden, sollten Sie misstrauisch
werden. Gerade ältere Katzen neigen eher zu Übergewicht, Gewichtsabnahme in
diesem Lebensabschnitt deutet auf eine Erkrankung hin.
Häufig sind es Störungen im Hormonhaushalt, die gerade älteren Tieren zu
schaffen machen. Die häufigste hormonelle Erkrankung der Katze ist die
Schilddrüsenüberfunktion
– anders übrigens als bei Hunden, die eher zu einer Unterfunktion neigen.
In der Fachsprache wird die Schilddrüsenüberfunktion Hyperthyreose genannt
(hyper: über oder mehr; Thyreoida: die Schilddrüse; Thyreose: Erkrankung
der Schilddrüse).
Katzen mit Schilddrüsenüberfunktion haben einen gesteigerten Stoffwechsel,
was bewirkt, dass die meisten Körperfunktionen erhöht sind, von der Herz-
über die Verdauungstätigkeit bis hin zur Aufmerksamkeit. Anfänglich freut
sich der Katzenbesitzer häufig sogar darüber, dass die vorher vielleicht
schon sehr gemütliche Katze wieder aktiver wird. Im weiteren Verlauf werden
die Tiere aber zunehmend ruhelos und überaktiv, haben großen Hunger und
verlieren trotzdem Gewicht. Außerdem sieht ihr Fell oft struppig aus.
In unserem Artikel zur Schilddrüsenüberfunktion der Katze finden Sie
interessante Informationen rund um diese schleichende Erkrankung. Sollten
Sie misstrauisch geworden sein, so stellen Sie Ihre Mieze lieber einem
Tierarzt vor. Je eher die Krankheit diagnostiziert wird, desto besser können
Folgeerkrankungen vermieden werden.
Ein sorgenfreies Leben mit Ihrer „Rentnerkatze“ wünscht Ihnen
Ihr enpevet-Team